David Weiss, der Sonderermittler in den Ermittlungen zum Fall Hunter Biden, hat US-Präsident Joe Biden scharf kritisiert. In einem nun veröffentlichten Abschlussbericht rügte Weiss die Äußerungen von Biden, der seinem Sohn Hunter mit der Begründung begnadigt hatte, dass ein „Justizirrtum“ bei der Strafverfolgung vorgelegen habe. Weiss erklärte, die Kritik des Präsidenten an den Behörden sei „unnötig und falsch“ und gefährde das Vertrauen in die Integrität des Justizsystems.
Hunter Biden war aufgrund von Waffendelikten verurteilt worden und hatte Steuervergehen eingeräumt. Kurz vor der Bekanntgabe des Strafmaßes begnadigte Präsident Biden seinen Sohn und erklärte, die Strafverfolgung sei politisch motiviert und unrechtmäßig gewesen. Biden hatte zudem den Eindruck geäußert, dass sein Sohn aufgrund seiner familiären Beziehungen verfolgt wurde.
Weiss widersprach dieser Darstellung und betonte, dass die Ermittlungen gegen Hunter Biden das Ergebnis gründlicher und unparteiischer Ermittlungen waren und nicht von politischen Überlegungen beeinflusst wurden. Er warnte, dass politische Angriffe auf die Entscheidungen von Staatsanwälten und die Arbeit der Justiz das Vertrauen der Öffentlichkeit in das Strafrechtssystem untergraben könnten.
Zudem kritisierte Weiss, dass Biden die Arbeit der Justizbeamten diffamiert habe, ohne die Beweise und die Unabhängigkeit der Ermittlungen zu berücksichtigen. Der Sonderermittler hob hervor, dass keine anderen Präsidenten Familienmitglieder begnadigt hätten, ohne dabei auf falsche Anschuldigungen zurückzugreifen, um die Integrität der Justiz in Frage zu stellen.




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