In Kalifornien wüten seit vier Tagen schwere Waldbrände, doch es gibt erste Hoffnungen, dass die Brände eingedämmt werden können. Durch eine vorübergehende Beruhigung der Winde erhalten die Rettungskräfte Unterstützung im Kampf gegen die Flammen.
Laut dem Nationalen Wetterdienst (NWS) werden sich die Windverhältnisse in den kommenden Tagen verbessern, was den Einsatzkräften zugutekommen dürfte. „Die Böen nehmen ab, was den Feuerwehrleuten hoffentlich helfen wird“, erklärte NWS-Meteorologin Allison Santorelli. Die Bedingungen mit niedriger Luftfeuchtigkeit und trockener Vegetation bleiben jedoch weiterhin kritisch.
Die Abschwächung der Winde könnte den Einsatzkräften wichtige Unterstützung aus der Luft bringen, sodass Löschflugzeuge verstärkt zum Einsatz kommen können. „Es gibt ein paar gute Nachrichten, wenn überhaupt“, so Santorelli. Aktuell sind von sechs großen Feuerherden nur zwei größtenteils unter Kontrolle, während das „Palisades Fire“ und das „Eaton Fire“ nur in geringem Maße eingedämmt werden konnten.
Leider gibt es bereits mindestens elf bestätigte Todesopfer, und die Zahl könnte weiter steigen. Laut Sheriff Robert Luna ist das Ausmaß der Zerstörung in den betroffenen Gebieten so groß, dass es wie „nach dem Abwurf einer Atombombe“ aussieht. Spezialisten mit Leichenspürhunden sind bereits unterwegs, um weitere Opfer zu finden.
Um Plünderungen zu verhindern, wurden in mehreren betroffenen Gebieten Ausgangssperren verhängt. Mindestens 20 Verdächtige wurden festgenommen. Gouverneur Gavin Newsom kündigte den Einsatz der Nationalgarde an, um die Polizei bei der Aufrechterhaltung der Ordnung zu unterstützen. Die Behörden haben klargestellt, dass Personen, die sich ohne Berechtigung in den betroffenen Gebieten aufhalten, verhaftet werden können.
Die Zerstörungen durch die Brände sind enorm: Fünf Feuerherde haben eine Fläche von mehr als 15.000 Hektar erfasst und fast 10.000 Gebäude zerstört. Rund 180.000 Menschen mussten evakuiert werden. Der wirtschaftliche Schaden wird auf 135 bis 150 Milliarden Dollar geschätzt.
Präsident Joe Biden hat die nationale Katastrophenhilfe koordiniert und versprochen, dass die Aufräumarbeiten durch die FEMA zu 100 Prozent finanziert werden. Betroffene Bürger können sich nun registrieren lassen, um finanzielle Unterstützung für ihre Schäden zu erhalten. Auch Übernachtungskosten während der Evakuierung werden erstattet.




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