Covers vs. Originale – Der entscheidende Unterschied
Fallstudie: Sophie Lloyd vs. Sershen & Zaritskaya / Noapology
Einleitung – Pumas Beats Serie 1/3
YouTube hat die Musikszene demokratisiert wie kaum eine andere Plattform. Jeder kann Songs hochladen, ob Cover oder Original – und potenziell ein Millionenpublikum erreichen. Doch eine Frage bleibt entscheidend: Bringen Covers wirklich nachhaltigen Erfolg oder schaffen das nur eigene Songs?
Ein aktueller Blick auf Sophie Lloyd, Sershen & Zaritskaya und deren Originalprojekt Noapology liefert spannende Antworten.

Sershen & Zaritskaya – Reichweite durch Covers
Sershen & Zaritskaya sind seit Jahren eine feste Größe im Cover-Bereich. Ihre Versionen von Klassikern wie Back in Black oder Black Velvet erreichen Millionen Klicks. Die Qualität ist hoch, die Stimmen stark, die Videos professionell produziert.
Doch genau hier liegt die Grenze:
- Die Klicks kommen, weil das Publikum den Song kennt, nicht unbedingt die Künstler.
- Der Wiedererkennungswert bleibt beim Original – AC/DC, Alanis Morissette, nicht bei S&Z.
- Das Resultat: Viele Views, aber ein vergleichsweise moderates Abo-Wachstum.
Sophie Lloyd – der Schritt zum Original
Sophie Lloyd begann ebenfalls mit Gitarrencovern, doch schon sehr früh veröffentlichte sie eigene Kompositionen – wie Bulletproof Revolver (vor über 11 Jahren auf YouTube hochgeladen!). Das war mutig, denn eigene Songs bringen weniger schnelle Klicks.
Doch genau dieser Schritt zahlte sich langfristig aus. Heute hat Sophie Lloyd:
- über 1,2 Mio. YouTube-Abonnenten
- eine klare Marke als Gitarristin & Songwriterin
- Kollaborationen mit internationalen Stars
Sie nutzte Covers als Sprungbrett, definierte sich aber nie ausschließlich darüber. Das macht den Unterschied.

Noapology – der schwierige Weg von Covers zu Originalen
Das Projekt Noapology ist der Versuch, von der Cover-Welt in die Original-Welt zu wechseln. Mit inzwischen über 1 Mio. YouTube-Abos ist die Basis vorhanden. Doch auf YouTube Music zeigt sich: die Fanbindung über eigene Songs steckt noch in den Kinderschuhen.
Die Herausforderung:
- Covers bauen keine klare Identität.
- Der Wechsel zu Originalen erfordert ein komplett neues Narrativ.
- Das Publikum muss überzeugt werden, nicht nur Songs, sondern die Band selbst zu lieben.
Lektionen für Musiker:innen
- Covers sind ein Sprungbrett, kein Fundament. Wer langfristig bestehen will, braucht eigene Songs.
- Originale schaffen Identität. Klicks auf Covers gehören dem Originalkünstler, Klicks auf eigene Songs dir selbst.
- Der Schritt muss früh kommen. Sophie Lloyds Vorsprung liegt darin, dass sie sehr früh Originals wagte.
- Community-Bindung schlägt Klickzahlen. Lieber weniger Views, aber mehr echte Fans.
Fazit
Covers bringen Reichweite – aber sie sind kein Ersatz für eine eigene Stimme. Sophie Lloyd hat vorgemacht, wie man den Übergang schafft. Sershen & Zaritskaya zeigen, wie schwer es ist, sich aus der Cover-Nische zu lösen. Und Noapology beweist: Der Weg zu Originalen ist lang, aber alternativlos.
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