Weitere Öltanker-Zwischenfälle vor Rügen: Verdacht auf Sabotage und Umweltrisiken
Erneut gab es einen Zwischenfall mit einem Öltanker vor Rügen, nur kurz nach der Havarie der „Eventin“. Der Tanker „Jazz“ wurde verdächtigt, in Sabotageaktivitäten verwickelt zu sein. Die Schifffahrtsexperten warnen vor den potenziellen Umweltrisiken und fordern eine genauere Untersuchung der Vorfälle.
Am vergangenen Wochenende ereignete sich vor der Ostseeinsel Rügen ein weiterer Vorfall mit dem Öltanker „Jazz“, der 50.000 Tonnen russisches Rohöl geladen hatte. Aufgrund eines Maschinenschadens musste das Schiff die Fahrt drosseln. Es wird vermutet, dass dies in Verbindung mit einem weiteren Vorfall stehen könnte, bei dem der Tanker „Jazz“ dreimal innerhalb von zwei Wochen ungewöhnliche Maschinenprobleme gemeldet hat, während er in der Nähe von wichtigen Unterwasserkabeln und Gasleitungen in der Ostsee navigierte.
Experten, darunter der dänische Militäranalytiker Jens Wenzel Kristoffersen, vermuten, dass dies möglicherweise ein misslungener Sabotageversuch war, um die Alarmbereitschaft der NATO-Staaten zu testen.
Unterdessen liegt der Tanker „Eventin“ noch immer manövrierunfähig vor der Küste von Sassnitz, nachdem er aufgrund eines vollständigen Stromausfalls nicht in der Lage war, nach Skagen zu fahren. Experten fordern, dass die „Eventin“ festgesetzt wird, um sowohl nationale Sicherheitsinteressen als auch Umweltrisiken zu kontrollieren. Die Ladung des Tankers könnte möglicherweise gegen internationale Sanktionen verstoßen.
Angesichts der Gefahr einer Umweltkatastrophe und der geopolitischen Dimension der Vorfälle, fordern Experten von den deutschen Behörden, das Schiff festzusetzen und die Herkunft sowie das Ziel der Ladung zu überprüfen. Der Bürgermeister von Skagen äußerte ebenfalls Bedenken, dass die Region durch den Anstieg von Schiffen der russischen „Schattenflotte“ gefährdet sein könnte.




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