Stand: 28.01.2025 08:17 Uhr
Im laufenden Tarifkonflikt bei der Deutschen Post hat die Gewerkschaft ver.di für heute zu einem eintägigen Warnstreik aufgerufen. Betroffen sind zahlreiche Großstädte und größere Städte in allen Bundesländern. Aufgrund des Streiks müssen Kunden mit Verzögerungen bei der Zustellung von Paketen und Briefen rechnen.
Die Gewerkschaft begründet den Warnstreik mit dem ausbleibenden Fortschritt in den Verhandlungen. „In der zweiten Verhandlungsrunde in der vergangenen Woche gab es kaum Bewegung und keine greifbaren Ergebnisse“, erklärte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Andrea Kocsis. Die Arbeitgeber hätten erklärt, dass die Forderungen der Beschäftigten nicht finanzierbar seien. Kocsis entgegnete, dass nur mit deutlichen Lohnsteigerungen die nach wie vor hohen Lebenshaltungskosten der Mitarbeiter bewältigt werden könnten.
Die zweite Verhandlungsrunde, die am Donnerstag der letzten Woche stattgefunden hatte, endete ohne Durchbruch.
Ver.di fordert sieben Prozent mehr Lohn und mehr Urlaub
Die Gewerkschaft fordert für die rund 170.000 Tarifbeschäftigten der Deutschen Post eine Lohnerhöhung von sieben Prozent. Zudem möchte ver.di angesichts der steigenden Arbeitsbelastung der Beschäftigten drei zusätzliche Urlaubstage durchsetzen. Ver.di-Mitglieder sollen außerdem einen zusätzlichen Urlaubstag erhalten.
Die Post hingegen argumentiert, dass die Kosten im deutschen Brief- und Paketgeschäft zu hoch seien und fordert „wirtschaftlich vertretbare Lohnsteigerungen“. In den vergangenen Tarifverhandlungen 2023 konnte sich die Gewerkschaft auf eine deutliche Tariferhöhung einigen, die im Durchschnitt einen Anstieg von 11,5 Prozent für alle Einkommensgruppen brachte.
Eine weitere Verhandlungsrunde ist für den 12. und 13. Februar geplant.





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